Knock-out    2018

Wut, Attacke, Leere!
In dem Stück Knock-out balancieren die Performerinnen zwischen den Polen Macht und Machtlosigkeit. Sie äußern ihre aktuelle Haltung als Individuum und als gesellschaftlicher Körper gegenüber dem Leben in einer repetitiven Auseinandersetzung. Die Begriffe Macht und Manipulation führen sie dabei auf ihren ursprünglichsten Sinn zurück, nämlich auf „Handhabung“ bzw. auf die ähnlich lautende indogermanische Wurzel „mag-“ – d.h. kneten, pressen, formen.
Sie greifen auf unterschiedliche Art die Leere des Raums und des Unsichtbaren/Abwesenden an und erfahren einen unmittelbaren Zugang sowohl zu ihrer kreativen Kraft als auch zu ihrer Machtlosigkeit. In diesem Gestaltungsprozess sind sie mal Schöpferinnen mal Geschöpfe.


……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………

Vermächtnis  2018

Das performative Diptychon „Vermächtnis“ verbindet zwei Performances und gleichzeitig zwei Generationen.

Die Performance „Erbstück“ (2016), in dem vier Frauen mit 150 Kg rohem Fleisch auf einer reduzierten Fläche agieren, wurde  unter der Name „Vermächtnis“ erweitert.
In der zweiten Performance wird die nächste Generation, vier Kinder eingeladen,  sich selbst mit dem Thema „Vermächtnis“ und der Materie rohes Fleisch auseinanderzusetzen.

Diese Zusammenführung verstärkt und bietet eine neuen Blick  auf die soziale Weitergabe im Kreislauf des Lebens.


…………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….

Erbstück  2017

Menschen werden in eine Kultur hineingeboren und erhalten durch ihre Sozialisation ein Erbe, das sie als gegeben erfahren. Das Erben und Vererben geschieht nicht in einem Akt, vielmehr ist es eine fortlaufende Geschichte, die uns ein ganzes Leben lang begleitet. Es ist durchzogen von den Linien des Fühlens und der Lüste, von geschlechtlicher Kodierung und Denkmöglichkeiten, Melodien, Gerüchen, Ritualen des Abschieds und des sich immer-wieder-neu-Gebärens.

In „Erbstück“ widmen sich vier Performerinnen dem sozialen Weitergeben. Sie beerben sich mit ihren Ideen, universellen Gesten, ihrem Wissen, ihren Erfahrungen und Wunschträumen. Dabei bewegen sie sich in einem geschlossenen Raum, der keinen Ausgang ermöglicht. Die Auseinandersetzung mit dem Erbe bringt unweigerlich die Themen Abschied, Tod und Vergänglichkeit mit sich.


………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..

Tableaux – der weibliche Akt in der Performance  2015

Die Mythen repräsentieren unsere universellen Strukturen, die wir immer wieder in Frage stellen und neu definieren, damit sie ein Spiegelbild für uns und unsere Gesellschafft sein können.
Inspiriert von mythologischen Frauenfiguren, ihren Ritualen, Symbolen und den Bildern, die durch sie in uns leben, agieren in dem Stück „Tableaux“ Frauen aus verschiedenen Generationen in einer performativen Komposition.

……………………………………………………………………………………………………………………….

Extended Relation  2014

Die Performance untersucht die Beziehung zwischen dem intimen Körper und dem gesellschaftlichen Körper; die Zusammenhänge zwischen Produktivität und Sterilität. Sie stellt die Frage nach dem Platz des Einzelnen im sozialen Organismus.

…………………………………………………………………………………………………………………………

Suites  2012

Ausgangspunkt der Performance ist die Frau und Mutter in ihrer Lebensmitte im Spannungsverhältnis von Gesellschaft, Familie und Arbeit. Welche Kreisläufe und Kettenreaktionen entstehen unter der Annahme der Rolle und dem Ringen um die eigene Verwirklichung und Autonomie unter dem unerbittlichen Ablauf des Alltags mit seinen Verantwortungen und Pflichten. Als Material für diese Untersuchung dienen Erde, Wasser und Backsteine.

Drei Frauen agieren mit diesen Elementen über 2 Stunden. In der Interaktion mit dem material entstehen Assoziationen zu universellen Frauenbildern wie „die Pieta“ oder „Die Jungfrau mit dem Kind“.

…………………………………………………………………………………………………………………………..